Expressing oneself is an art. My style of expression developed early on towards painting. To process emotions, feelings, impressions and moments, to deal with them, to deal with their “own ego” is probably my inner instinct, which always makes me reach back to brush and canvas. The ability to remember and recall the past is of great importance to ones “self”. Especially to the recurring question to find my own identity. From an early age I had the urge to explore the world and let me be inspired by it.

To form your own opinion. Is not that what matters?

Growing up between mountain landscapes, island life and in cities aroused my fascination with nature as well as the urban. I hold these observations photographically, I act as a tourist in my own life, historian of my being in this world. The images are generated through my visual sensibilities: places I've been to, things I've seen, people I've met. This is my attempt to let past flow into the future.

In my work, I use methods that create a collage by layering and blending different materials. I combine acrylic painting with materials such as reused varnish, earth or mortar. For me the natural materials create, a depth that reflects emotions and ultimately breathes life into my pictures. I experimented for years with reactions of different colors and paints in layers. These react best with acrylic paint, which is why it is the basis of my pictures. Our body is a great asset - so I include this directly in my works by using my hands and feet as a painting tool.

I experiment with both earth tones and intense colors to convey different aesthetic and psychological moods.

In the formation of memory, the processing of received information follows, a generation of an entry, which can then be retrieved. Since this is not only visual, but also haptic, a mere non-textured image by no means contains all the emotional impulses. For this reason, I enrich, emphasize and / or corrupt the works partly in the last layers by using additional coloring and texture.

My pieces do not begin with an emptiness, a nothingness. Although I start on a white canvas, my pictures begin to take from on the first layer using such materials as the mortar or soil. The surface is already alive, there is no beginning, no birth of the image - everything is an additive process. My method is very process-oriented and yet intuitively driven, as I approach the canvas without any given plan. My intention is to keep the work open and alive, in order to give it spontaneity, and free space to grow.

A fundamental aspect are my photographs, which I am constantly collecting. The curiosity for cultures as well as the enthusiasm for the diversity of nature arose from the diversity of the places where I grew up.

I always try to be critical of my work and not only incorporate visual impressions but also social aspects into my art.

My life was marked by positive as well as negative emotions, which are also part of my artistic works. Despite or because of my obvious love for our planet Earth, I feel the constant need to use environmentally harmful materials. Paints, plastic bags or foils are currently highly controversial products. It is by no means primarily my intention to educate the observer about our environmental problems. Rather, I would like to give the observer a way to see the use of these products in order to appeal to the attentiveness of the big picture and problems.

Often I use the bird's-eye view for my photographs, which makes the motif smaller, insignificant and powerless. Buildings, objects and landscapes are minimized and the eye is given the chance to take on the big picture.

Painting is personal, physical and instinctual, it projects what is visible to oneself. My individual perception of the world around me enables me to go below the surface and uncover certain aspects that only reveal themselves to me during the artistic process. Again and again I realized that my perception stands out from the norm, and the unconventional determines my reflection and ultimately my actions.

I enter into a cooperative relationship with the material, it is a back and forth between us. This is an instinctive process in which I reinterpret the work in each phase and in the process react expressively and emotionally charged to what has been created.


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Sich seines Selbst aus zudrücken ist eine Kunst. Meine Art des Ausdrucks entwickelte sich schon früh hin zur Malerei. Emotionen, Gefühle, Eindrücke und Momente zu verarbeiten, aufzuarbeiten, sich mit dem eigenen Ich auseinanderzusetzen ist wohl mein innerer Trieb, der mich immer wieder zurück zu Pinsel und Leinwand greifen lässt. Die Fähigkeit sich zu erinnern und Vergangenes abzurufen, ist für das Selbst von großer Bedeutung. Insbesondere der immer wiederkehrenden Frage nach meiner eigenen Identität nachzugehen. Daher entstand wohl auch der frühe Drang die Welt zu erkunden und mich von ihr inspirieren zu lassen.

Sich eine eigene Meinung bilden. Ist es nicht das worauf es ankommt?

Mein Aufwachsen zwischen Berglandschaften, dem Inselleben und dem Städtischen hat bereits früh meine Faszination in Bezug auf die Natur, als auch auf das Urbane geweckt. Diese Beobachtungen halte ich seitdem fotografisch fest, agiere als Touristin in meinem eigenen Leben, Historikerin meines Seins in dieser Welt. Die Bilder werden durch meine visuellen Empfindsamkeiten generiert: Orte, an denen ich gewesen bin, Dinge, die ich gesehen habe. Menschen, denen ich begegnet bin. Dies ist der einfache Versuch, das Vergangene in die Zukunft einfließen zu lassen.

In meinen Werken verwende ich Verfahren, die es schaffen durch Schichtung und Vermengung unterschiedlicher Materialien, eine Collage zu kreieren. Dabei kombiniere ich Acrylmalerei mit Werkstoffen wie z.B. Lack aus zweiter Hand, Erde oder Mörtel. Die natürlichen Materialien schaffen für mich eine Tiefe, welche die Emotionen widerspiegeln und den Bildern letztendlich Leben einhaucht. Ich experimentiere seit Jahren mit Reaktionen verschiedener Farben und Lacken in Schichten. Diese reagieren am besten mit Acrylfarbe, weswegen sie die Basis meiner Bilder ist. Unser Körper ist ein großes Gut – so bezieh ich diesen direkt in meine Werke mit ein, indem ich meine Hände und auch Füße als Malwerkzeug nutze.

Ich experimentiere sowohl mit Erdtönen als auch mit intensiven Farben, um unterschiedliches ästhetisches und psychologisches Potenzial zu transportieren.

In der Formation von Erinnerung folgt die Verarbeitung empfangener Information, eine Erzeugung eines Eintrags, welcher daraufhin abgerufen werden kann. Da dies nicht ausschließlich visuell, sondern auch haptisch erfolgt, enthält ein bloßes nicht-texturiertes Bild keineswegs alle auftretenden Impulse. Aus diesem Grund bereichere, betone und/oder korrumpiere ich die Werke zum Teil in letzten Schichten mit Abhebungen durch Zusatzfarbgebung und -textur.

Meine Werke beginnen nicht mit einer Leere, einem Nichts. Zwar beginne ich auf einer weißen Leinwand, jedoch entstehen meine Bilder aus und auf der ersten Schicht wie z.B. dem Mörtel oder Erde. Die Oberfläche ist damit bereits am Leben, es gibt keinen Anfang, keine Geburt des Bildes - alles ist ein additiver Prozess. Meine Praxis ist sehr prozessorientiert und dennoch intuitiv angetrieben, da ich mich der Leinwand ohne einen vorgegebenen Plan annähere. Hierbei liegt meine Intension darin, die Arbeit offen und lebendig zu halten, um Spontanität, Impuls und Zufall freien Raum zu bieten.

Einen fundamentalen Aspekt stellen dabei meine Fotografien dar, die ich stetig sammle. Die Neugierde für Kulturen sowie die Begeisterung für die Vielfalt der Natur entstand durch die Diversität der Orte, an denen ich aufwuchs.

Immerzu versuche ich mich mit Aufgenommenem kritisch auseinanderzusetzen und nicht nur visuelle Eindrücke sondern auch gesellschaftliche Aspekte in meine Kunst einfließen zu lassen.

Dabei wurde mein Leben von positiven, wie auch negativen Einblicken geprägt, die ebenso Teil meiner künstlerischen Werke sind. Trotz bzw. gerade aufgrund meiner offenkundigen Liebe zu unserem Planeten Erde, fühle ich die stetige Zuneigung umweltschädliche Materialien zu verwenden. Lacke, Plastiktüten oder Folien sind in der heutigen Zeit stark umstrittene Produkte. Es ist keineswegs primär meine Intension, den Betrachter über unsere Umweltprobleme aufzuklären. Vielmehr möchte ich mit diesen Produkten Akzente setzen, um auf die Achtsamkeit des großen Ganzenzu plädieren.

Oft benutze ich die Vogelperspektive für meine Fotografien, welche Motive kleiner, unbedeutender und machtlos wirken lässt. Gebäude, Objekte sowie Landschaften werden minimalisiert und dem Auge wird die Chance geboten das große Ganze wahrzunehmen.

Malerei ist persönlich, körperlich und instinktiv, es wird projiziert was sich in einem Selbst sichtbar macht. Meine individuelle Wahrnehmung der Welt um mich herum ermöglicht mir unter die Oberfläche zu gehen und bestimmte Aspekte aufzudecken, die sich mir erst während des Prozesses offenbaren. Dabei stellte ich immer wieder fest, dass meine Perzeption sich von der Norm abhebt und das Unkonventionelle meine Reflektion und letztendlich mein Handeln bestimmt.

Ich trete in eine kooperative Beziehung mit dem Material, es ist ein Hin und Her zwischen uns. Dies ist ein instinktiver Vorgang, in welchem ich das Werk in jeder Phase neu interpretiere und im Zuge dessen auf das Entstandene ausdrucksstark und emotionsgeladen reagiere.


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